Paläogeographie der Rotliegend-Zeit
Das Rotliegend ist der Zeitabschnitt, in dem das variskische Gebirge abgetragen wird. Die Landschaft ist in viele südwest-nordost-gestreckte Schwellen und Senken gegliedert. Die Südwest-Nordost-Richtung entspricht der Ausrichtung der variskischen Falten, die den Untergrund der Rotliegend-Landschaft bilden. Die Schwellen und Senken laufen quer über den späteren Oberrheingraben hinweg.
Die Senken nehmen den oft grobkörnigen Gesteins-Schutt der umgebenden Bergländer auf. Typische Gesteine sind Konglomerate, Sandsteine und Tonsteine. Das Meer war weit entfernt und das Klima wüstenartig. Bei der Ablagerung unter Luftsauerstoff-Einfluss wird der Eisenanteil der Gesteine zu rotem Hämatit oxidiert. Die Rotliegend-Gesteine sind deshalb meistens rot gefärbt. Es gab viele Vulkane. Ihre Laven und Tuffe füllten ebenfalls die Senken.
Bedeutendste Senke ist das Nancy-Pirmasens-Becken (auch Saar-Nahe-Becken genannt), in dem zur Rotliegend-Zeit über 3.000 Meter mächtige Gesteine abgelagert wurden.
Abb. 1: Ausschnitt aus der paläogeographischen Karte der Rotliegend-Zeit nach Boigk & Schöneich (1974).
Vollständige paläogeographische Karte der Rotliegend-Zeit (234 KB)
